Deutscher Friedensrat e.V.

Abschlusserklärung der
1. Weltkonferenz gegen
fremde Militärstützpunkte


5. bis 9. März 2007 Quito und Manta, Ecuador

Wir kommen aus 40 Ländern zusammen. Wir sind aktiv in Bürgerinitiativen, die für die Rechte der Frauen eintreten, für die Selbstbestimmung einheimischer Bevölkerungen, für den Schutz der Umwelt, für die Menschenrechte und für soziale Gerechtigkeit. Wir arbeiten in sozialen Bewegungen, in der Friedensbewegung, in religiösen Organisationen, in Jugendorganisationen, Gewerkschaften und in indigenen Gemeinschaften. Wir kommen aus lokalen, nationalen und internationalen Gruppen und Organisationen.

Vereint durch unseren Kampf für Gerechtigkeit, Frieden, für das Selbstbestimmungsrecht der Menschen und für den Schutz der Umwelt, haben wir ein Netzwerk gegründet, das auf den Prinzipien von Solidarität, Gleichheit, Offenheit und Respekt vor der Vielfalt gründet.

Fremde Militärbasen und alle anderen Einrichtungen, die dazu verwendet werden, Aggressionskriege zu führen, verletzen die Menschenrechten und dienen zur Unterdrückung aller Menschen, insbesondere der indigenen Völker, der Menschen afrikanischer Herkunft sowie von Frauen und Kinder, sie zerstören Städte, Dörfer und die Umwelt. Sie haben unabsehbare Folgen für das spirituelle und psychische Wohlbefinden der Menschheit. Sie sind Instrumente der Kriegsführung, die Militarisierung, Kolonialismus, hegemoniale Politik, Rassismus und das Patriarchat verstärken. Die von den USA geführte illegale Besetzung und die andauernde Okkupation des Iraks und Afghanistans gehen von solchen Basen aus und werden durch diese erst ermöglicht. Wir fordern den unverzüglichen Rückzug aller fremden Truppen aus diesen Ländern und weisen jeden geplanten Angriff gegen den Iran entschieden zurück.

Wir verurteilen die USA als Hauptverantwortliche für die Verbreitung fremder Militärbasen ebenso wie die Rolle der NATO, der Europäischen Union und anderer Länder, die Militärbasen in anderen Ländern unterhalten.

Wir fordern das völlige Verbot aller fremden Militärbasen und aller anderen Einrichtungen, die zur Kriegsführung genutzt werden, ebenso wie das Verbot von Militäroperationen, Manövern, Ausbildung und militärischen Übungen, Militärabkommen Waffen im Weltraum, Militärlaboratorien und allen anderen Arten militärischer Intervention.

Wir fordern die Einstellung des Baus neuer Militärbasen sowie des Ausbaus bestehender Basen, das Ende der Umweltzerstörung durch Militärbasen und die Beseitigung von Umweltschäden, das Ende von juristischer Immunität und anderer Privilegien des ausländischen Militärpersonals. Wir fordern die völlig Wiederherstellung der genutzten Gelände und eine vollständige und gerechte Entschädigung für gesellschaftliche Schäden und für Umweltzerstörung, die durch Militärbasen verursacht wurden.

Als ersten Schritt unterstützen wir als internationales Netzwerk die Verlautbarung Ecuadors, die Vereinbarung zur Nutzung der Basis in Manta durch das US Militär über 2009 hinaus nicht weiter zu verlängern. Wir verpflichten uns, wachsam zu bleiben, um diesen Sieg auch für die Zukunft zu garantieren.

Wir unterstützen diejenigen, die weltweit für das Verbot fremder Militärbasen streiten und klären uns mit ihnen solidarisch.

Sofortige Schließung aller fremden Militärbasen!


Manta Si! Bases No.