Mittwoch, 28. März 2012, 19.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte
60. Berliner Friedensgespräch
Seit über einem Jahr halten die Auseinandersetzungen in Syrien um die weitere Entwicklung des Landes an. Es gibt Gründe der Menschen, eine Verbesserung ihrer Lage einzufordern. Demonstranten fordern Freiheit und Demokratie; das Assad-Regime lässt schießen. Westliche Länder verhängen Sanktionen und unterstützen gemeinsam mit den feudalen Golfstaaten bewaffnete Gegenkräfte. Ausländische Geheimdienste arbeiten offenbar auch in Syrien daran, einen Systemwechsel zu erzwingen. Ein blutiger Bürgerkrieg scheint begonnen zu haben. Was geschieht in Syrien? Das Menschenrechtsargument ist bereits mit dem völkerrechtswidrigen Libyen-Krieg des Westens missbraucht worden. Russland und China sind gegen einen weiteren Krieg in der Region. Syrien wurde inzwischen zu einem Auseinandersetzungsfeld der Großmächte. Dazu können Linke nicht schweigen. Das Gespräch soll dazu beitragen, hinter dem Knäuel von Desinformation und Kriegsgeschrei das tatsächliche Geschehen zu verstehen.
Mit
Mais Elkrydee, syrische Oppositionelle aus Damaskus, Nationales Koordinierungskomitee für den Demokratischen Wandel in Syrien,
Louay Hussein, Schriftsteller und Verleger, Mitbegründer der Organisation „Den syrischen Staat aufbauen“, einer im Oktober 2011 in Damaskus entstandenen Basisgruppe,
Wolfgang Gehrcke, Mitglied des Deutschen Bundestages, Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.
Moderation: Dr. Erhard Crome, Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
(Straßenbahn M4, Bus 142 und 200: Haltestelle „Am Friedrichshain“)
Eine gemeinsame Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung und Deutscher Friedensrat e.V.